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Eid
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Botschaft zum Eid an die Märtyrer

an diesem traurigen Fest, einem Fest, in dem sich die Tränen des Verlustes mit dem Stolz der Standhaftigkeit vermischen, richten wir eine Botschaft der Treue und des Gedenkens an euch.

Liebe Brüder und Schwestern,

an diesem traurigen Fest, einem Fest, in dem sich die Tränen des Verlustes mit dem Stolz der Standhaftigkeit vermischen, richten wir eine Botschaft der Treue und des Gedenkens an euch. Es ist eine Botschaft eines unerschütterlichen Versprechens, geboren aus den Gefühlen unserer Fremde und aus Herzen, die noch immer vor Sehnsucht nach dem Berg und seinen Menschen bluten.

An unsere Märtyrer zum Opferfest, an eure reinen Seelen, die wie Licht zum Himmel aufgestiegen sind.

Möget ihr im Paradies der Ewigkeit ruhen, ihr Märtyrer der Würde, ihr Ritter des Stolzes und der Aufopferung, ihr, die ihr aus euren Körpern Brücken gemacht habt, damit euer Volk den Weg zu Freiheit und Würde beschreiten kann.

An diesem Fest und an jedem Fest, das noch kommen wird, verneigen wir uns vor der Größe eurer Opfer, so wie sich reife Ähren unter dem Gewicht ihres Ruhmes neigen.

Heute stehen wir hier mit demütigen Herzen und Seelen, erfüllt von Trauer und Stolz zugleich.

Ihr seid nicht abwesend. Ihr seid in unserem Bewusstsein gegenwärtig, lebt in unserer Erinnerung weiter. Ihr seid die Stimme, die nicht verstummt, und die Fahne, die nicht zerbricht.

Mit eurem reinen Blut habt ihr das Epos eines Volkes geschrieben, das sich geweigert hat, vor den Fanatikern unserer Zeit niederzuknien. Ihr habt auf die Stirn des stolzen Berges Zeichen von Ruhm und Würde gezeichnet.

Euer Blut ist nicht vergeblich auf die Erde gefallen. Es wurde zu roten Anemonen, die an den Hängen von Suwaida erblühen, und zu Lichtern, die den Freien in der Dunkelheit dieser harten Zeit den Weg weisen.

Ihr wart die Spitze, als andere sich beugten. Ihr seid die hoch erhobene Fahne am Himmel der Würde.

Ihr seid die Wiedergeburt dieses verwundeten Berges. Ihr seid der Herzschlag, der dem Leben seinen Sinn zurückgibt, und der Gedanke, der nach einer langen Nacht voller Schmerz, Belagerung und Angst den Weg zur Morgendämmerung bahnt.

Aus der Asche der Tragödie erhebt ihr euch wie der Phönix. Ihr schenkt den kommenden Generationen Hoffnung und pflanzt in ihre Herzen die Bedeutung von Freiheit und Würde.

An diesem traurigen Fest neigen sich Köpfe und Herzen voller Ehrfurcht vor eurem großen Opfer. Ihr habt die Erde von Suwaida, Dscharamana und Sahnaya mit eurem reinen Blut getränkt. So wurde die Erde zu Duft, das Blut zu Licht, und das Land bewahrt eure Namen, wie eine Mutter die Namen ihrer Kinder in ihrem Herzen bewahrt.

Dieses Opferfest ist nicht länger nur ein religiöser Anlass. Es ist zum Fest eures unvergänglichen Martyriums geworden – zu einem Fest, das den Berg in eine Geschichte des Heldentums verwandelt hat, die Generation für Generation weitererzählt wird.

Eure Heldentaten sind zu einer Glocke der Wahrheit geworden, die an die Türen einer schweigenden Welt schlägt, bis die Mauern des Schweigens zerbrechen und die Stimmen der Wahrheit lauter werden als der Lärm von Unrecht und Tyrannei.

Zu euren reinen Seelen sagen wir:

Ihr werdet in unseren Herzen ein Licht bleiben, das niemals erlischt. Im Gewissen eures Volkes werdet ihr das ewige Versprechen sein, dass Blut nicht vergessen wird, dass Würde nicht verkauft werden kann und dass Freiheit immer aus dem Schoß der Opferbereitschaft geboren wird.

Aus Ehrfurcht vor diesem reinen Blut bitte ich euch alle, eine Schweigeminute zum Gedenken an unsere edlen Märtyrer einzulegen.

(Eine Minute Schweigen)

Möge Gott unseren edlen Märtyrern gnädig sein, unseren Verwundeten eine schnelle Genesung schenken und alle Entführten sowie gewaltsam Verschwundenen befreien.

Möge die nahe Freiheit wie eine Morgendämmerung über unserem Berg und unserem Volk aufgehen – nach dieser langen Nacht.